Lions Club Duisburg Concordia

Schlaumäuse-Computer für Duisburger Kindergärten

 Lions Club Duisburg-Concordia und Udo Bär GmbH & Co. KG ermöglichen spielerischen Spracherwerb 

Duisburg ( 2017)  Die deutsche Sprache ist wahrlich kein Kinderspiel ob all ihrer Regeln, Konjunktionen und Deklinationen. Doch es gibt Wege, diese spielerisch zu erlernen. „Da immer mehr Kinder in Duisburg einen Migrationshintergrund haben und in ihren Herkunftsfamilien mit fremden Sprachen aufwachsen, ist es wichtiger denn je, diese Kinder frühestmöglich auf spielerische Art und Weise an das Erlernen der deutschen Sprache heranzuführen. Schließlich ist Sprache der Schlüssel zu Integration und Teilhabe“, ist Elke Kirsch, Mitglied im Lions Club Duisburg-Concordia und Geschäftsführerin der Udo Bär GmbH & Co. KG, überzeugt.

 

Als mal wieder ein Austausch der Bürocomputer und Monitore ihres 125-köpfigen Duisburger Unternehmens – einem international agierenden Versandhandel für Betriebs-, Lager- und Büroausstattung – durchzuführen war, zögerte sie daher nicht und beschloss, die drei Jahre alten Rechner an öffentliche Einrichtungen wie Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen und Flüchtlingsheime sowie den Verein Jungs e.V. zu verschenken. „Voraussetzung für uns war, dass die 57 Rechner laut Datenschutzbestimmung nachhaltig bereinigt werden mussten. Nachdem das Unternehmen IT-Improvement GmbH dies sichergestellt und die PCs danach mit dem neuen Betriebssystem Windows 10 aus eigenen Beständen versehen hatte, wurde auf jedem der Rechner das Sprachlernprogramm ‚Schlaumäuse‘ von Microsoft aufgespielt. Danach wurden alle Rechner samt Bildschirmen, Tastatur und PC-Mäusen an öffentliche Einrichtungen übergeben“, berichtet Kirsch.

 

Die Kosten für die so ausgerüsteten Computer trägt der Lions Club Duisburg-Concordia. Groß war die Freude bei den Bedachten. Dazu gehörten unter anderen die Mädchen und Jungen der Städtischen Kindertagesstätte „Johanniterstraße“ unter Leitung von Klaudia Nalewaja.

 

Der Clou an dem Sprachlernprogramm ‚Schlaumäuse‘ besteht darin, dass Kinder mit dessen Hilfe spielerisch Sprache entdecken können. Die Schlaumäuse führen sie durch das selbsterklärende Programm. Die Reihenfolge der Spiele ist dabei frei wählbar. Jeder User bekommt ein Profil und der PC merkt sich, welche Übungen und Spiele der Anwender bereits durchgeführt hat. Auch gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade je nach Spracherfahrung, so dass sich der Spielende langsam steigern kann. Werkzeuge und Figuren unterstützen dabei das selbstständige Erforschen der Schriftsprache. ‚Stumme‘ Schrift wird multimedial zum Sprechen gebracht. „Wir nutzen die Programme nun maximal 20 Minuten täglich; durch diese Limitierung erlernen die Kinder zugleich den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien“, erklärt Kita-Leiterin Nalewaja.

 

Auch das Jugendamt der Stadt Duisburg freut sich über die gute Zusammenarbeit mit den Akteuren des Lions Clubs Duisburg-Concordia. „Durch das bürgerschaftliche Engagement der Service-Clubs unserer Stadt können wir viel mehr erreichen als jeder für sich allein“, betont Thomas Krützberg, Dezernent für Familie, Bildung und Kultur.

 

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Bildzeile: Freude bei Groß und Klein – Lions Club Duisburg Concordia und Udo Bär GmbH & Co. KG machen die Kinder der Kita Johanniterstraße zu „Schlaumäusen“.

Elke Kirsch (li.) und Kita-Leiterin Klaudia Nalewaja (re.) sowie die Mädchen und Jungen der Städtischen Kita „Johanniterstraße“; Foto: Frank Fischer / Nutzungsrechte: Lions Club Duisburg-Concordia

 

 Schlaumäuse-PCs für Duisburger Kindergärten

 

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(Foto von Immo Fuchs)

von links nach rechts

Ataberk, Christian Wolfram, Zilan, damalige Staatssekretärin Frau Zülfiye Kaykin, Miro, Havin,

 

Lob für die „Schlaumäuse“

Das Foto zeigt die damalige Staatssekretärin für Integration des Landes NRW, Frau Zülfiye Kaykin und den damaligen Club-Präsidenten Christian Wolfram vom LC Duisburg Concordia beim Besuch in der Kindertagesstätte Rote Straße in Duisburg Hamborn. Diese Kindertagesstätte setzt seit einigen Wochen das Sprachförderungsprogramm „Schlaumäuse“ ein. Die Staatssekretärin informierte sich vor Ort über das Programm.

Sie lobte das Schlaumäuse-Projekt auch als wirksames Instrument, um Kindern mit Migrationshintergrund die deutsche Sprache näher zu bringen. „Sprache ist nicht nur der Schlüssel zur Integration, sie ist auch der Schlüssel zu einem erfolgreichen Leben“, so Frau Kaykin. „Ich halte daher frühkindliche Sprachbildung in unserer pluralen Gesellschaft für essentiell. Daher unterstütze ich das Projekt ‚Schlaumäuse‘ des  Lions-Clubs.

„Wir haben bis jetzt ausschließlich positive Erfahrungen und Rückmeldungen sowohl von den offiziellen Behörden als auch von den Kindergärten selbst bekommen. Diese frühkindliche Förderung ist ein wirksamer Beitrag zur Chancengleichheit“, so Christian Wolfram. „Die Erzieherinnen können hierdurch auf einfache Weise zusätzlich und gezielt Kinder sprachlich fördern.“ Mehr Informationen hierzu unter: www.schlaumaeuse.de

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